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PRODUKTPORTRAIT
Die einfache Lösung bei der Modernisierung und Sanierung
Ziegeldecken sind in allen Bereichen des Bauens, vom Einfamilienhaus bis zum Gewerbebau, eine wirtschaftliche Lösung. Besonders bei der Sanierung alter Bausubstanz, aber auch, wenn bei Neubauten viel Eigenleistung gefragt ist, sind Ziegel-Einhängedecken hervorragend geeignet. Durch ihr geringes Eigengewicht können die Träger und Einhängeziegel problemlos an den jeweiligen Verwendungsort gebracht werden - auch durch enge Treppenhäuser und Fensteröffnungen.
Die Ziegel-Einhängedecke besteht im Allgemeinen aus speziellen Einhänge-Ziegeln, die auf im Werk vorgefertigten Trägern mit U-Schalen aufgelegt werden. Im Fall einer Altbausanierung werden die Ziegelträger, die z.B. alte Holzbalken ersetzen sollen, einfach in vorbereitete Auflager gelegt, die Deckenziegel eingehängt und die Träger vergossen. Je nach System, Belastung und Schallschutzanforderungen kann Aufbeton aufgebracht werden.
Die natürliche Variante der Ziegel-Einhängedecke ist die Ziegelholzbalkendecke
Eine ökologische Erweiterung der Ziegeldecke ist die Holzbalkendecke. Die über Jahrhunderte erfolgreich eingesetzte Kombination von Ziegel und Holz erlebt in dieser Deckenkonstruktion eine Renaissance. Die Ziegel-Holzbalkendecke ermöglicht nicht nur eine weitgehende oder völlige Vermeidung von Stahlbeton, sondern erschließt auch rustikale Gestaltungsmöglichkeiten und die konsequente Sanierung von z.B. Fachwerkbauten.
Bemessungswerte der Ziegel-Einhängedecken Deckentyp (Dicke) cm 18+3 21+0 21+7 Deckeneigengewicht kg/m² 270 240 420 lichte Weite ca. m bei einer Verkehrslast bis 2,0 kN/m² 5,7 5,7 7,95 bei einer Verkehrslast bis 5,0 kN/m² 5,15 4,85 7,35
SCHALLSCHUTZ Decken müssen gegen Luftschall und Trittschall schützen. Die erforderliche Lutschalldämmung wird mit dem bewerteten Schalldämm-Mass R'w, die Trittschalldämmung mit dem Norm-Trittschallpegel L'n,w angegeben.
Für das früher übliche Trittschallschutzmaß TSM gilt: TSM=63dB-L'n,w
Eine Tabelle mit den Schallschutzanforderungen erhalten Sie unter info@woehrl-ziegel.de
Schallschutz von Ziegeldecken
Decken zwischen fremden Wohn- und Arbeitsräumen sind grundsätzlich zweischalig, d.h. mit schwimmendem Estrich auszuführen. Diese Konstruktion verbessert neben dem Trittschallschutz auch den Luftschallschutz.
Die Estrichplatte muss nicht nur nach unten, sondern auch am Rand konsequent und fehlerfrei "schwimmend" verlegt sein, um den Trittschall nicht auf Decke und Wände zu übertragen.
Die Arbeitsgemeinschaft Ziegeldecke empfiehlt zur Optimierung des Trittschallschutzes grundsätzlich unter schwimmenden Estrichen Mineralfaserplatten mit einer dynamischen Steifigkeit von 10 MN / m^3 zu verwenden.
Der Luftschall zwischen zwei Räumen wird nicht nur über das trennende Bauteil, sondern auch über die flankierenden Bauteile übertragen. Der am Bau erreichbare Luftschallschutz ist deshalb nicht nur vom trennenden Bauteil, sondern auch von der Längsschalldämmung der flankierenden Bauteile abhängig. Die Rechenwerte nach DIN 4109 setzen - unabhängig vom Baustoff - für alle Deckensysteme voraus, dass die flankierenden Bauteile eine mittlere flächenbezogene Masse von 300 kg / qm haben.
Bei Außenwänden sollte zur Verminderung der vertikalen Flankenübertragung unter und über dem Deckenauflager immer eine Bitumenpappe angeordnet werden.
BRANDSCHUTZ
Allgemeine Anforderungen
Brandschutzanforderungen an Bauteile legen die Landesbauordnungen und die Verordnungen für Sonderbauten fest. Die höchsten Anforderungen werden an Kellerdecken gestellt, für die in der Regel die Einstufung in die Feuerwiderstandsklasse F90 gefordert wird. Bei "Gebäuden geringer Höhe" müssen die Decken der Feuerwiderstandsklasse F30 genügen.
Bei "Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen" gilt diese Anforderung nur für die Kellerdecken. Für die anderen Decken bestehen keine Anforderungen. Decken die diesen Anforderungen genügen, erfüllen entweder die in DIN 4102 Teil 4 festgelegten Kriterien oder ihre Eignung wird durch Eignungsprüfungen und Gutachten des Instituts für Baustoffkunde und Massivbau der TU Braunschweig bestätigt.
Brandschutz bei Ziegel-Elementdecke
Ziegel-Elementdecken mit mittragenden Deckenziegeln nach DIN 4159 (Stahlsteindecken) müssen zur Einstufung in F90 folgende Kriterien erfüllen: - ohne Putz und ohne Estrich: Mindestdicke: d = 165 mm
- unter Berücksichtigung eines Putzes von > 15 mm Dicke: Mindestdicke d = 140 mm
- unter Berücksichtigung eines Estrichs von > 30mm Dicke: Mindestdicke d = 115 mm
- unter Berücksichtigung eines Putzes von mindestens 15 mm und eines Estrichs von mindestens 30 mm Dicke: Mindestdicke d = 90 mm
- Mindestachsabstand der Feldbewehrung bei statisch bestimmter Lagerung u = 20 mm, bei geputzten Decken (Putzdicke d > 15 mm) Abminderung auf 15 mm zulässig.
- Abstand der senkrechten oder geneigten Innenstege bei den Deckenziegeln nicht größer als 60 mm
Tabellen Feuerwiderstandsklassen von Stahlsteindecken und Ziegeleinhängedecken nach DIN 4102 Teil 4 erhalten Sie unter info@woehrl-ziegel.de
VERLEGUNG
Hoch effizient bei Sanierung
Spätestens wenn bei der Sanierung von Altbausubstanz die Geschossdecke ins Spiel kommt, ist man oft mit zwei Problemen konfrontiert: verwinkelte Grundrisse und ein eng gesteckter Zeitrahmen.
Die Ziegel-Einhängedecke bietet hier eine rationelle Lösung. Marode Decken werden abgetragen und durch im Werk vorgefertigte U-Schalen-Träger ersetzt, und die Ziegel werden eingehängt. Abschließend wird der Vergussbeton eingebracht. Unmittelbar nach Verlegung ist die Decke begehbar, die weiteren Arbeiten können sofort fortgesetzt werden.
Durch dieses hoch effiziente Verfahren reduziert sich die Sanierungszeit erheblich. Besonders positiv bemerkbar machen sich hier die geringen Abmessungen und das geringe Gewicht der Ziegel. Auch bei engen Raumverhältnissen kann die Decke leicht ins Haus eingebracht werden. Der Einsatz kostspieliger Technik reduziert sich deutlich. Beispielsweise erübrigt sich oftmals der Einsatz eines Baukrans.
TECHNISCHE DATEN
Weitere technische Daten erhalten Sie jederzeit unter info@woehrl-ziegel.de Die Ziegel-Einhängedecke System Schätz besteht aus den in Ziegelschalen einbetonierten Gitterträgern, den Einhängeziegel nach DIN 4160 und dem bauseits aufzubringenden Betonverguss. Das Hauptmerkmal der Konstruktion ist der Einhängeziegel. Er gleicht einem Großblockziegel und ermöglicht die Nutzung dessen bauphysikalischer Vorzüge auch in der Decke. Der Einhängeziegel wird auf Paletten verpackt angeliefert. Auf der Baustelle kann er vom LKW-Kran direkt am Einbauort abgesetzt werden.
Die vorgefertigten Ziegelträger werden in Vorzugslängen von 25 cm gestaffelt hergestellt. Vor dem Einbringen des Vergussbetons können problemlos Elektroleitungen oder Leerrohre installiert werden. Der Vergussbeton (C 20/25) fügt die Träger und Einhängeziegel zu einer statischen und konstruktiven Einheit zusammen.
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